Nach etwas mehr als vier Wochen geht nun das Camp NaNoWriMo 2017 zu Ende. In diesem Juli wird jeder andere Erfahrungen gemacht haben - diese hängen zum Einen von der aktuellen Lebenssituation ab und zum Anderen daran, woran man gearbeitet hat und welche Ziele man sich gesetzt hat. Dieser Post ist mein persönlicher Rückblick auf meine Camp Erfahrungen im Juli 2017.
Eine Frage liegt natürlich sofort auf der Hand: Habe ich es geschafft, mein Ziel zu erreichen? Die klare Antwort lautet: Leider nicht. Mal wieder, könnte ich sagen, aber eigentlich ist das ja egal. Ich glaube immer noch daran, dass ich es hätte schaffen können, wenn ...
Naja, jetzt ist es vorbei.
Immerhin liegt die Schuld komplett bei mir - mit dem Ziel, jeden Tag fünf handgeschriebene Seiten und einen Blogpost zu schreiben habe ich mich ein ganz klein bisschen übernommen. Es ist einfach zu viel geworden und so habe ich es nicht geschafft, jeden Tag tatsächlich die erforderte Seitenzahl (wenn überhaupt) zu Schreiben.
Bis zum vierten Tag lief alles super, dann hatte ich meinen ersten Halbaussetzer. Es folgte Tag Nummer Sechs, an dem ich alles verlorene wieder aufgeholt hatte und dann - nichts. Ein absolutes Tief, das über eine Woche gedauert hat. Kein einziges Wort habe ich in dieser Zeit geschrieben - zumindest nicht in meinem Romanprojekt. Danach wurde es wieder ein bisschen besser, aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich eigentlich schon verloren.
Ganz anders war es mit dem Blogowrimo - ich habe es geschafft, nach Plan meine Posts abzuliefern und bin sogar recht stolz auf die Sachen, die ich geschrieben habe. Die Lagerfeuergeschichten hätten länger sein können, aber auf der anderen Seite war ich mir noch nicht sicher, was ich drin behalten will und was überhaupt Sinn ergibt. Liest man alle fünf hintereinander, dann entsteht ein zusammenhängendes Bild - hätte ich längere Auszüge genommen hätten sie vermutlich zusammen keinen Sinn ergeben und letztendlich hätte der Leser nichts davon gehabt.
Auch mit meiner Camperfahrung bin ich relativ zufrieden - ich hatte verhältnismäßig ausreichend Schlaf, habe daran gedacht zu Essen und war auch außerhalb des Camps kreativ tätig. (Bastelprojekte, Songs etc.) Ich habe mich nicht vom Camp dominieren lassen, sondern weiter gelebt und das Camp nebenbei mitgenommen - so sollte es ja auch eigentlich sein.
Statt mich also zu ärgern, dass ich mein Ziel nicht erreicht habe, blicke ich lieber optimistisch in die Zukunft. Wenn ich es einfach immer wieder probiere, meine Camping-Technik verbessere und vielleicht nicht unbedingt offline sondern auf dem Computer schreibe, dann kann ich es schaffen. (Nicht fünf Seiten am Tag - auf keinen Fall! Aber zwei oder drei und das reicht mir vollkommen aus.)
Eine weitere Sache, die mir aufgefallen ist, ist dass ich mir meine Romanprojekte tatsächlich lieber für den November aufheben möchte und in den Camps demnächst an "Nicht-Romanen" arbeiten werde: Theaterstücke, Musicals und Filmscripte. Diese Dinge stehen zwar schon ewig auf meiner Schreib-Liste, allerdings nehme ich mir nie die Zeit, um sie tatsächlich festzuhalten und eigentlich gibt es dafür doch keinen besseren Zeitpunkt als das Camp NaNoWriMo.
Welche Erfahrungen habt ihr in diesem Camp gemacht? Und wie hat euch diese Blogowrimo Serie gefallen? Morgen und übermorgen kommen natürlich noch einmal Posts und danach folgt aus der regulären Blogroutine die Rezension meines persönlichen Vorabexemplars von "Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" von Rainbow Rowell.

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