Samstag, 1. Juli 2017

Mein Juli - Projekt

Auch wenn das Wetter aktuell so tut, als wüsste es nicht, dass Sommer ist, so beginnt heute mit dem Juli trotzdem der absolute Hochsommer (hoffentlich) und für viele kommt nun auch bald der lang ersehnte Sommerurlaub näher. Eine andere Art der Sommergestaltung ist dem einen oder anderen vielleicht auch noch aus Kindertagen bekannt: das Feriencamp. Und in genau so ein Camp möchte ich euch dieses Jahr einladen. Der Trick dabei? Es ist virtuell!

Das "Camp NaNoWriMo"


"Ein idyllischer Rückzugsort für Autoren, genau in der Mitte deines verrückten Lebens" - mit diesem Slogan wirbt das Camp NaNoWriMo. Doch was genau muss man sich darunter vorstellen?

Um das zu erklären muss man etwas weiter ausholen, denn das Camp ist lediglich eine Art Ableger eines viel größeren Projekts: des NaNoWriMo (National Novel Writing Month). Jedes Jahr im November kommen zum besagten NaNoWriMo Schreiber aus aller Welt zusammen, um innerhalb eines Monats einen Roman zu schreiben. Dafür schlägt die NaNoWriMo Website ein Ziel von 50 000 Wörtern vor, was etwa 1 667 Wörtern am Tag entspricht. (Für manchen ist das dabei entstehende Buch viel zu lang, für andere zu kurz.) Fest steht jedoch, dass der NaNoWriMo für Leute, die am Besten unter Druck arbeiten, eine ideale Startrampe ist. Denn wenn man es tatsächlich schafft, jeden Tag an seinem Projekt zu arbeiten (auch wenn man dabei Meilen hinter dem vorgegebenen Tagesziel hinterher hängt), dann schafft man es vielleicht auch, diese Gewohnheit für den Rest des Jahres beizubehalten und so irgendwann sein Projekt fertig zu stellen.

Das Camp NaNoWriMo geht das Ganze ein wenig lockerer an. Im Gegensatz zum normalen NaNoWriMo findet es zwei Mal jährlich statt (im April und im Juli) und die Camp NaNoWriMo Website ermöglicht den Autoren ihr eigenes Ziel festzulegen - dabei können nicht nur Wörter, sondern z.B. auch Stunden oder Seiten gezählt werden. Arbeitet ihr an einem Musical oder Überarbeitet eines eurer alten Projekte, dann ist das auch wesentlich sinnvoller als das bloße Festhalten von Wortzahlen.

Das Projekt Blogowrimo


In Anlehnung an das Camp NaNoWriMo und um diesem Blog eine Art Auftakt zu geben ist bei mir eine neue Idee entstanden: der Blogowrimo. Wie auch im Camp werde ich jeden Tag schreiben, jedoch nicht irgendwas sondern einen Blogpost. Das bedeutet, dass jeden Tag im Juli auf diesem Blog ein neuer Post erscheint - im Bezug auf das Camp. 

Was erwartet euch? 


Auszüge aus meinem Camp NaNoWriMo Romanprojekts in diesem Jahr (dazu unten mehr), Schreibtipps und vor allem ganz viele Ideen und Anregungen dazu, wie ihr euer Camp NaNoWriMo so echt wie möglich gestalten könnt. (So dass ihr es nicht nur virtuell sondern auch in der "echten" Welt erleben könnt.) Am Besten funktioniert das natürlich, wenn ihr ein paar Freunde habt, die mit euch gemeinsam Schreiben - und wer die nicht hat, für den bietet die oben verlinkte Camp Website eine weitere tolle Option: "Cabins". Das englische Wort für "Hütte" steht in diesem Fall für einen zufällig generierten oder auch speziell zusammen gestellten Chatraum innerhalb der Website, über den ihr euch mit anderen Teilnehmern über euren Fortschritt u.ä. austauschen könnt.

Mein Camp NaNoWriMo Projekt


Neben dem Blogowrimo werde ich dieses Jahr auch an einem Romanprojekt arbeiten, dass auf die unterschiedlichsten Arbeitstitel hört: "Jenica under the sea" oder auch "Myerm". Meinen Fortschritt könnt ihr übrigens direkt auf meinem Camp Profil mitverfolgen.

Wenn ihr genauer hinschaut wird euch außerdem auffallen, dass ich diesen Sommer Seiten zähle, obwohl ich einen Roman schreibe. Das liegt daran, dass ich offline in einem Collegeblock arbeite. Für mich ist es ein spannendes Experiment und ich bin gespannt, ob es klappt! Da der Block 80 Blätter hat und ich plane, Vorder- und Rückseiten zu beschreiben (also 160 Seiten), bin ich auf ein Tagessoll von etwa 5 Seiten gekommen. 

Überrascht hat mich, wie lang ich brauche, um diese Seiten zu füllen. Mit etwas mehr als 300 Wörtern pro Seite liege ich zwar auch im 1 667 Wörter-Soll, jedoch brauche ich am Computer dafür 1 1/2 bis maximal 2 Stunden. Offline habe ich beinahe 4 Stunden daran gesessen. Spätestens hier wird klar, dass das Camp ziemlich zeitaufwendig ist, da ich aber aktuell bis Oktober in der Sommerpause bin, habe ich zum Glück ausreichend Zeit, um so viel zu Schreiben.

Worum geht es in meinem Roman?


Irgendwo zwischen Sci Fi, Fantasy und Jugendliteratur angesiedelt spielt mein Roman in Atlantis - nicht in dem von Platon, sondern in einem von Menschen geschaffenen und damit künstlichen Kontinent, der mitten im Atlantik liegt - dort, wo man das ursprüngliche Atlantis vermutet.

Um die Touristen anzulocken, hat dieses Atlantis (was ein bisschen an ein gigantisches Disneyland erinnert, weil alles so gebaut wurde, dass es so aussieht, wie das "alte" Atlantis) Schriftsteller angeheuert, die noch während des Baus der falschen Insel Sagen und Mythen für den neuen Kontinent entwickelt haben. Dabei spielen vor allem Halbwesen eine große Rolle - Menschen, die einen tierischen Part besitzen. Manchmal sind das nur Hundeohren, manchmal aber auch Oktopustentakeln. Diese Körperteile können sie durch entsprechendes Training kontrollieren, so dass man sie nicht sieht. Durch die Körperteile erhalten sie jedoch auch besondere Fähigkeiten (wie zum Beispiel ein super gutes Gehör bei Hundeohren), die sie (natürlich) gegen die restlichen Bewohner von Atlantis nutzen. Mutige Ritter befreien das Land jedoch von diesen Wesen und so ist Atlantis im Jetzt natürlich sicher.

Da alle wissen, dass die Sagen nur ausgedacht sind, erwartet niemand, dass es die Halbwesen wirklich gibt, bis in einer Lagunenstadt im Süden drei Kinder nacheinander verschwinden und das Muster entspricht genau den Kindesentführungen aus den Sagen über die Halbwesen. Daraufhin beginnt eine spannende Verfolgungsjagd, wobei unklar ist, wer gut und wer böse ist.

Wenn euch diese Geschichte interessiert, dann schaut einfach jeden Sonntag vorbei, wenn ich einen Auszug poste oder schaut unter dem Tag #Lagerfeuergeschichten nach. Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen! Hier geht es übrigens zu den Lagerfeuergeschichten vom morgigen Sonntag.

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