Dienstag, 4. Juli 2017

Das Camp - Journal bzw. Logbuch [DIY]

Jeder (Camp) NaNoWriMo wird sie kennen - die berühmt berüchtigte "Stats"-Seite, die die Teilnehmer über den Fortschritt ihres Projekts informiert. Die Beliebtheit solcher Statistiken zeigt sich auch in einem aktuellen Trend: Dem Bullet Journal. Dabei handelt es sich um ein individuelles Kalendersystem, das gleichzeitig Raum dafür bietet, eigene Gewohnheiten zu verfolgen. Was passiert also, wenn man diese beiden Dinge kombiniert?


Wer in den letzten Monaten auf den einschlägigen Websiten wie Tumblr, YouTube oder Pinterest unterwegs war, der ist bestimmt schon dem ein oder anderen Bullet Journal über den Weg gelaufen. Dabei handelt es sich meist um ein A5-Notizbuch, das, wenn es beendet ist, einem regulären Terminkalender ähnelt. So gibt es zu Beginn einen "Future Log", also einen Ausblick auf die kommende Zeit, in dem alle aufkommenden Termine eingeschrieben werden können. Darauf folgt ein "Monthly Log", ein monatlicher Überblick, der meist einem Wandkalender ähnelt. Zum Schluss kommt dann noch ein "Weekly Log", ein Wochenüberblick, in dem man Termine und To-Do-Liste für die Tage der Woche eintragen kann. Diese Wochenüberblicke werden immer erst zu Wochenbeginn erstellt, so dass individuell nach einem Wochenüberblick auch mal eine längere To-Do-Liste eingefügt werden kann oder ein Bildchen oder Eintrittskarten oder oder oder ... So ist das Ganze sehr individuell und entsprechend populär. Mehr dazu findet ihr hier.

Eine wichtige Rolle haben dabei auch "Spreads" eingenommen - Fotos von Doppelseiten, die zeigen, wie ein Journaler seine Planung gestaltet hat. Diese manchmal sogar künsterlisch wertvollen Bilder bieten viel Inspiration und helfen anderen Journalern dabei, eigene Ideen für ihr Bullet Journal zu entwickeln. Für das Camp habe ich nun also ein Spread entwickelt - mit viel Platz für Notizen und einem Diagramm, das mir anzeigt, wie nah oder fern ich meinem Seitenziel bin.

So sieht es also im noch unausgefüllten Zustand aus. (Bis auf das Diagramm.) Verwendet habe ich tatsächlich lediglich einen Kuli, einen Post-It (den ich in kleine Quadrate geschnitten habe, um ein Pinnboard zu erstellen) und Filzstifte in den Farben Braun, Dunkelgrün, Hellblau und Gelb sowie einen hellgrünen Textmarker - mit wenig Aufwand ein tolles Ergebnis, wie ich finde.

In den folgenden Bildern könnt ihr sehen, wie das Spread bei mir ausgefüllt aussieht und welchen Schlüssel ich verwenden - aus meiner Sicht ist das der klassische Bullet Journal mit dem Punkt-Kreuz-System am Besten geeignet, aber jeder hat da andere Präverenzen.


Zur Erklärung des linken oberen Kastens: Dort schreibe ich mir alle Fragen auf, die mir während des Schreibens kommen. Da ich eher zur Gruppe der "Pantser" gehöre, die einfach ohne Plan drauf los schreiben, fallen mir beim Schreiben selbst immer Handlungslöcher auf, bei denen der Grund für ein Ereignis o.ä. unklar ist. Damit ich nicht vergesse, die Antwort auf die Fragen zu finden und sie anschließend auch in die Geschichte einzuarbeiten, sammel ich meine Bedenken alle an einem Ort.

Wie ist es bei euch - habt ihr ein Bullet Journal oder vielleicht sogar ein spezielles Schreibjournal, in dem ihr sämtliche Notizen und Termine zu eurem Schreibprojekt organisiert?

In der kommenden Woche kommen noch viele weitere Posts dazu, wie ihr euer Projekt starten und in die Schreibroutine hineinkommen könnt. Schaut also unbedingt mal wieder vorbei!

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