Ihr kennt sie bestimmt - die Listen mit den Urlaubs-Essentials, den Must-Haves und was nicht noch. Dinge, die auf keinen Fall fehlen dürfen, die man unbedingt (dabei) haben muss. Tatsächlich gibt es solche Essentials in allen Lebenslagen - zum Suppe essen ist zum Beispiel meist ein Löffel essentiell. Was für mich ábsolut mit muss ins Camp NaNoWriMo erkläre ich euch in diesem Post.
Dem Minimalisten wird zur Teilnahme am Camp ein Gegenstand reichen: Ein elektrisches Gerät, auf dem er schreiben kann - ein Computer also oder auch ein Smartphone. Bei der (elektrischen) Schreibmaschine würde noch Papier dazu kommen, wer per Hand schreibt braucht Papier und Stift. Wozu also so eine Essentialsliste? Weil ich (leider) kein Minimalist bin und etwas mehr brauche als nur die bloße Schreibmöglichkeit.
Ich packe meinen Koffer und nehme mit (von links nach rechts):
- Snacks (Obst wäre natürlich besser ...)
- meinen Collegeblock
- mein Schreib-/ Bullet Journal/ Kalender
- einen Füller
- ein NaNoWriMo Hilfe-Heft
- Nagelpflege
- mein Plot-Heft
- meine Lieblingstasse
- eine Salzkerze
- ein Wörterbuch (in einer anderen Sprache)
- ein gemütliches Kopfkissen
Wer sich diese Liste genau anschaut, wird feststellen, dass ungefähr die Hälfte der Sachen hervorragend durch einen Computer ersetzt werden können und die andere Hälfte hauptsächlich dazu da ist, einen entspannten und erholten Autor zu schaffen und nicht um tatsächlich irgendeinen Fortschritt in meinem Projekt zu schaffen.
Wenn man einmal vom Schreibfieber gepackt wurde, ist es schwer, wieder loszulassen und auch mal an sich zu denken - deshalb die Zusätze. Für das Leben außerhalb des Schreibens empfehle ich euch, keine Nachtschichten zu schieben, nur um das Wortziel zu erreichen (ich habe das fünf Mal ausprobiert und es ist es nicht wert), auch mal Pausen zu machen und unbedingt auf eure Ernährung zu achten: Am Wichtigsten ist es, viel zu trinken (dafür am Besten das größtmögliche Trinkgefäß direkt neben die Tastatur oder den Collegeblock stellen) und gesunde Snacks zu essen anstelle von Bonbons oder Schokolade (auch wenn man das auf meinem Bild anders aussieht).
Zum Schreiben arbeite ich während dieses Camps mit einem 3-Notizbücher-System: Eins für Notizen zu Charakteren und zur Handlung, in dem sich auch mein Storyboard befindet. Eins mit Schreibtipps zu Charakterzügen, Handlungssträngen und Entwicklungstipps für fremde Welten und Sprachen (dazu später in diesem Monat mehr). Und eins für To-Do-Listen und ein Diagramm, dass man anzeigt, wie weit ich voran komme (dazu kommt auch diese Woche noch mehr). Mit Apps wie One Note oder auch Evernote lässt sich so ein Offline-Notizbuch-System hervoragend ersetzen und man hat natürlich auch immer alles direkt zur Hand.
In den folgenden Bildern seht ihr den Index und einige Seiten meines "Tipp"-Hefts, dass ich mir letztes Jahr zum NaNoWriMo zusammen gestellt habe. Zu einigen der Indexpunkte werde ich diesen Juli auch nochmal extra posten, wenn Interesse an mehr Inhalten besteht oder daran, wie man auch so ein cooles Heft bekommt, dann lasst mir einfach einen Kommentar da!
Für meine To-Do Listen benutze ich aktuell meinen regulären Kalender der zum Glück genug Platz bietet um sich nach Lust und Laune auszutoben. Wie das dann bei mir aussieht könnt ihr im rechten Bild sehen.
Es bleibt also nur noch ein Gegenstand ungeklärt: Das Wörterbuch - dazu noch in einer anderen Sprache. Da mein Buch in einer fiktiven Welt (Atlantis) angesiedelt ist, kann ich nicht einfach auf existierende Karten zurück greifen, sondern muss mir selber passendes Material zurecht legen. Doch wie sollen die unterschiedlichen Orte, Stadtviertel, Flüsse usw. heißen? Wie genau ich dazu vorgehe erfahrt ihr in einigen Tagen, so viel sei jedoch gesagt: Ein Wörterbuch mit Begriffen, die zumindest erstmal fremd klingen ist dafür absolut nicht ungeeignet. Der Vorteil ist: Man kann sowohl gezielt nach Übersetzungen suchen als auch zufällig eine Seite aufschlagen und das passendste Wort wählen. (Portugiesisch ist es wegen meiner Begeisterung für diese Sprache, nicht weil ich annehme, dass in Atlantis portugiesisch gesprochen wird. Viele der Bezirksnamen stammen dort sogar aus dem Griechischen.)
Zu guter Letzt noch ein Blick in mein "Plotbuch" - links seht ihr die Karte einer Lagune, die im Buch eine große Rolle spielt (und die Rückseite meines Storyboards), rechts ein paar Ideen und eine Weltkarte, auf der ich Atlantis eingepasst habe.
Nun zu euch: Was sind eure absoluten (Camp) NaNoWriMo Essentials? Gibt es Parallelen zu den Dingen, die ich mir nicht wegdenken könnte, um an meinem Romanprojekt zu arbeiten?
In den kommenden Tagen werden hier vor allem Tipps zum Thema Plotentwicklung und Organisation folgen - morgen zum Beispiel erfahrt ihr, wie ihr ein Schreib-Journal bzw. ein Logbuch für euer Projekt entwickeln oder auch in euer Bullet Journal einbinden könnt!

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