Mittwoch, 16. August 2017

Bücher über Bücher


Genau vor einer Woche, am 09. August, war der internationale Tag der Buchliebhaber und inspiriert von der dazu erstellten lovelybooks Aktion habe ich beschlossen euch in diesem Post meine liebsten "Bücher über Bücher" vorzustellen - Romane, in denen die Erzählungen (fiktiver) Autoren eine große Rolle spielen. 


1. "Nachtzug nach Lissabon" - Pascal Mercier

Dieser Erwähnung wird definitiv nicht die letzte Gelegenheit sein, bei der dieses Buch auf meinem Blog erwähnt wird. "Nachtzug nach Lissabon" ist mein absolutes Lieblingsbuch - darin geht es um den Altphilologen Raimund Gregorius, der eines Tages sein Leben als Lehrer in Bern aufgibt und nach Lissabon reist. Auslöser für diese Reise ist ein Buch: "Um ourives das palavras" ("Ein Goldschmied der Worte") von Amadeu de Prado. Gregorius fühlt sich durch dessen Worte so sehr berührt, dass er aufbricht, um den Autor zu suchen - die Suche gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht und zwischendurch wächst Gregorius Zuneigung zu dem Buch.


2. "Die Seiten der Welt" - Kai Meyer (Trilogie)

 Furia Faerfax, die Protagonistin dieser Trilogie ist eine Bibliomantin - das bedeutet, dass sie mithilfe ihres Seelenbuches magische Dinge tun kann. Dass es sich dabei ausgerechnet um ein Schnabelbuch handelt, die Sorte Buch, die sprechen kann, hätte sie nie gedacht. "Die Seiten der Welt" spielt zum Teil in der realen, zum Teil in einer fiktiven Welt. Den Übergang zwischen den Welten bildet eine, nur für Bibliomanten sichtbare, Brücke in London, die direkt nach Libropolis führt, eine sagenhafte Bücherstadt. Dort dreht sich alles um Bücher - so sehr, dass man sogar von ihnen abhängig werden kann. Und dann sind da noch die Exlibri - Charaktere, die aus ihren Büchern gerissen wurden. Die Einwohner von Libropolis heben gern hervor, wie unterschiedlich sie und die Exlibri sind, doch am Ende haben sie zumindest eins gemeinsam: Die Angst vor den "Ideen".


3. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" - John Green

Hazel Grace Lancester leidet an Krebs und hat sich in Folge dessen immer weiter in ihre eigene kleinen Welt zurück gezogen - sehr zum Missfallen ihrer Mutter. Diese bringt sie dazu, an einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen, in der Hazel Augustus Waters kennenlernt. Zu ihrer großen Freude teilen sie die Liebe zu Büchern - wenn auch ihre Lieblingsbücher zunächst recht unterschiedlich scheinen. Nachdem Augustus Hazels Lieblingsbuch "Ein herrschaftliches Leiden" von Peter Van Houten gelesen hat (das mitten im Satz endet), beschließt er, mit dem Autor in Kontakt zu treten, um endlich zu erfahren, was nach dem Ende des Buches passiert. (Augustus Lieblingsbuch heißt übrigens "Preis der Morgenröte" und ist die Romanversion seines liebsten Videospiels - wer hätte gedacht, dass es soetwas gibt?)


4. "Fangirl" - Rainbow Rowell

Wer meine Simon Snow Posts gelesen hat, wird bereits ein wenig über dieses Buch wissen, da der Roman ja sehr eng mit "Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" verknüpft ist. In "Fangirl" geht es um Cath und ihre Zwillingsschwester Wren, die zu ihrem ersten Jahr am College aufbrechen. Nachdem sie sich ihr ganzes Leben ein Zimmer geteilt haben, will Wren etwa Abstand und Cath ist dazu gezwungen, mit einer Wildfremden zusammen zu leben - was ihr überhaupt nicht passt. Zum Glück gibt es da immer noch den Simon Snow Fandom, in dem sie Freunde hat und Fanfictions veröffentlicht. Am Ende des ersten Jahres arbeitet sie an ihrer Version ("Carry On, Simon") des achten und damit letzten Buches der Reihe ("Simon Snow and the eight dance" - Gemma T. Leslie) während das Veröffentlichungsdatum des tatsächlichen Buches immer näher rückt.


5. "Die Stadt der träumenden Bücher" - Walter Moers

Hildegunst von Mythenmetz ist ein junger Dichter, der sich auf die Spur eines makellosen Manuskripts macht, welches er geerbt hat. Dabei kommt er nach Buchhaim, der Stadt in Zamonien mit den meisten Buchläden, in der man tatsächlich nervenzerreißende und manchmal sogar tödliche Bücher findet. Doch unter der Stadt, in den Katakomben, lauern noch ganz andere Gefahren wie der "Schattenkönig" und die "Schrecklichen Buchlinge" -  und all dem ist Hildegunst ausgeliefert, als sich der junge Lindwurm im Katakomben-Labyrinth verirrt.




6. Die Bücherdiebin - Markus Zusak 

Liesels Vater ist Kommunist, ihre Mutter ständig krank. Zur Zeit des Nazi-Regimes bedeutet das, dass ihre Chancen sehr niedrig stehen. Genau deshalb sollen sie und ihr Bruder auch zu einer Pflegefamilie nach Molching - doch auf dem Weg dorthin stirbt ihr Bruder und so muss Liesel allein lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Zum Glück ist da Hans, ihr Pflegevater, der ihr das Lesen beibringt. Ihre erste Lektüre? "Das Handbuch des Totengräbers", welches sie auf der Beerdigung ihres Bruders hat mitgehen lassen. Mit jedem Wort, dass sie liest, wächst ihre Begeisterung für Bücher und als auf dem Marktplatz verbotene Romane verbrannt werden kann Liesel nicht anders als von den Büchern zu stehlen - und das ist erst der Anfang.


Was sind eure liebsten Bücher, in denen es um Bücher geht? Habt ihr schon eines dieser Bücher gelesen und wie hat es euch gefallen? Ich bin gespannt auf eure Antwort!

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