Jeder kennt sie: Fantastische Welten, bevölkert von magischen Wesen und fernab von all dem, was wir kennen. Oder verborgen mitten unter uns! So unzählige Beispiele gibt es, dass ich gar nicht erst damit beginnen möchte, sie hier aufzuführen. Stattdessen möchte ich dafür sorgen, dass die Liste dieser Welten noch länger wird - in dem ich euch zeige, wie ihr eure eigene Fantasywelt gestalten könnt!
Während dieses Camp NaNoWriMos arbeite ich zum ersten Mal seit langem wieder an einem Projekt, das in einem Land spielt, das es offiziell nicht gibt - das aber gleichzeitig in unserer Welt liegt. Am ehesten vergleichbar wäre vielleicht Idris aus den Büchern von Cassandra Clare. Gleichzeitig ist mein Land jedoch noch mehr, denn es handelt sich um Atlantis - die Heimat des Kriegervolks von dem bereits Platon berichtet hat. Umso schwerer ist es, die Welt zu erschaffen, denn schließlich gibt es schon so einiges, was über das Land bekannt ist. In diesem Post werde ich es jedoch kurz fassen und die Details, die mein persönliches Projekt betreffen, auslassen. Hier sind die fünf Schritte zu eurer eigenen Fantasywelt!
1. Erde, erdähnlicher Planet oder doch wo anders?
Zuerst ist es wichtig, dass ihr festlegt, wo eure Welt zu lokalisieren ist. Liegt sie verborgen auf unserer Erde - vielleicht in einer abgelegenen Gegend oder doch mitten unter uns? Ist sie im uns bekannten Weltraum, auf einem anderen Planeten vielleicht - oder befindet sie sich an einem Ort, der der Erde ähnelt, allerdings nicht die Erde ist? Eine mysthische Gegend also? Viele moderne Fantasybücher sind tatsächlich verborgen in der echten Welt angesiedelt, allerdings sollte euch das nicht daran hindern, eine seperate Welt zu schaffen.
2. Wie sieht die Welt aus?
Legt eine Karte von der Welt an! In ihr könnt ihr zum Beispiel mit Dreiecken Berge, mit Kreise Seen und mit Strichen Flüsse markieren. In die Karte könnt ihr außerdem die Hauptstadt der Welt (falls es eine solche gibt) und/ oder den/ die Handlungsort(e) eurer Geschichte eintragen. Vergesst außerdem nicht, die Himmelsrichtungen anzugeben. So könnt ihr zum Beispiel Reise detaillierter beschreiben.
3. Strukturiert die Welt!
Regierungsbezirke und ihre Hauptstädte, Lebensgebiete bestimmter Kreaturen - all das ist wichtig für den weiteren Verlauf eurer Geschichte. Besonders gut gelungen ist das meiner Meinung nach Christopher Paolini in seiner Eragon-Reihe mit Alagaësia. Eine klare Struktur hilft auch dem Leser dabei, sich ein Vorstellung von der Welt zu bilden und nicht den Überblick darüber zu verlieren, wo die Handlung gerade spielt.
4. Organisiert die Welt!
Wie läuft der Handel ab? Wie wurden die Gebiete besiedelt? Was ist die Währung? Wovon leben die Wesen/ Menschen und wie ernähren sie sich? Wenn man seine Geschichte in einer vollkommen fremden Welt ansiedelt ist es wichtig, diese Fragen zu klären - auch um einen Einblick zu gewähren, wie die Menschen dort leben. So kann sich der Leser leichter in die Figuren hinein versetzen und sich vielleicht sogar mit ihnen identifizieren.
5. Der letzte Schliff
Jetzt fehlt nur noch eins: Die feinen Details. Ein Stadtplan eures Haupthandlungsorts (oder der wichtigsten Orte), in dem Schulen, Restaurants, Ballungszentren usw. verzeichnet sind. Wo wohnt eure Hauptfigur? Ist es eher ein reiches oder ein armes Viertel? Wie bewegt man sich in der Stadt fort? Was hat die Stadt für einen Ruf? Wie sind die Leute da? Unterscheidet es sich vom Rest des Landes? Für den Charakter ist all das selbstverständlich und jetzt ist es wichtig, dass auch für euch der Haupthandlungsort wie ein zweites Zuhause wird. So könnt ihr beiläufig Details und Hintergründe in die Geschichte einfließen lassen, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Wenn die Welt für euch natürlich erscheint sind die Chancen hoch, dass auch eure Leser sie als natürlich wahrnehmen.
Habt ihr noch weitere Tipps zur Entwicklung einer Fantasywelt? Über Kommentare dazu würde ich mich sehr freuen!




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