Freitag, 14. Juli 2017

Ein Musikalisches Intro zum eigenen Projekt

Jetzt sind bereits zwei Wochen des Camp NaNoWriMos vergangen und der eine oder andere verspürt vielleicht das Bedürfnis, seiner Geschichte noch näher zu kommen oder hat das Gefühl, einen wichtigen Faktor zu übersehen. Das kann man zum Beispiel durch das Schreiben eines Titelsongs ändern - stellt euch vor, euer Buch würde als Film oder TV-Serie verfilmt: Welches Lied würde zu Beginn laufen, während der Titel, der Direktor und die wichtigsten Schauspieler eingeblendet werden, gespielt werden? Meist muss ein solches Lied erst noch komponiert werden und wie das ganz einfach geht erfahrt ihr hier!

Das erste und wichtigste Element ist, meiner Meinung nach, die Stimmung. Ist eure Geschichte gruselig, traurig, fröhlich, mysteriös? Die Musik sollte dies widerspiegeln - dabei könnt ihr Dur für fröhliche und Moll für traurige Themen verwenden. Soll eure Musik vermitteln, dass die Geschichte gruselig oder mysteriös ist, empfiehlt es sich, Töne einzubauen, die überhaupt nicht zum Rest passen, so dass das Lied leicht schief klingt. Dadurch entsteht Spannung und der Zuhörer merkt, dass irgendetwas nicht stimmt.

Hinweis: Ein Titelliedsollte zwischen 30 und 60 Sekunden dauern und nicht viel länger.


Ein Lied kann auf verschiedene Weisen entstehen - manchmal hat man den Text zuerst, manchmal die Melodie. Je nachdem, was euch mehr liegt, beginnt ihr mit einem der beiden Dinge. Ich hatte zum Beispiel eine ungefähre Melodie im Kopf, nachdem ich ein bisschen auf der Gitalele herumgespielt habe, und habe darauf dann einen Text gedichtet, um anschließend zur Musik zurück zu gehen und eine Begleitung auszuarbeiten.

Tipp Nummer 1: Organisiert euch ein Instrument (gern auch als App), auf dem ihr herumprobieren könnt, bis ihr eine Melodie habt.


Wenden wir uns also zunächst dem Text zu: Dieser muss sich nicht unbedingt reimen! (Vor allem, wenn ansonsten daraus ein "Reim dich oder ich fress dich" wird.) Am Wichtigsten ist es, dass er rhythmisch ist, so dass ihr sprachlich damit arbeiten könnt. Gebt ihm am Besten auch ein Muster (wie zum Beispiel Strophen oder eine sich wiederholende Zeile), damit das Ganze stabiler wirkt.

Tipp Nummer 2: Ein Lied ist meist nur ein gesungenes Gedicht.


Zum Schluss noch die Begleitung: Von Acapella-Hintergrund-Gesang über einfach angeschlagene Akkorde bis hin zu ausschweifenden Begleitmustern ist hier alles möglich. In meinem Beispiel habe ich es mir jedoch simpel gemacht: Ich habe immer abwechselnd die tiefe E- und die A-Saite meiner Gitalele angeschlagen, wobei ich auf der A-Saite im zweiten, dritten und vierten Bund gegriffen habe. (Also B, C und Db.)

Tipp Nummer  3: Probiert lieber eine einfache Begleitung aus, zum Beispiel zwei Töne, die abwechselnd gespielt werden.


Wie hört sich der Titelsong für "Jenika unter dem Meer" jetzt also an? Klickt auf das Video und findet es heraus!



Deep under the sea
Among the people that lost
There‘s a city that‘s just waiting to be found

Deep under the sea
Monsters forgotten long ago
There‘s a danger that will harm you if you don‘t run

Deep under the sea
What has been called a mystery
Is just living right among us naturally

Deep under the sea

-

Tief unter dem Meer
Neben den Menschen, die verloren haben
Wartet eine Stadt darauf gefunden zu werden

Tief unter dem Meer
Monster, die schon lange vergessen sind
Dort wartet eine Gefahr, die dich verletzen wird, wenn du dich nicht beeilst

Tief unter dem Meer
Lebt das, was als Mysterium abgetan wurde
ganz natürlich neben uns

Tief unter dem Meer


Ich bin gespannt darauf, eure Songs zu hören! Mir hat diese Übung sehr dabei geholfen, der Grundstimmung meines Romans näher zu kommen und ich hoffe, dass mir das Lied in Zukunft dabei helfen wird, der Grundtenor besser in die Geschichte einzuarbeiten.

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