Donnerstag, 6. Juli 2017

NaNoWriMo Offline [DIY]

Wer schon einmal am (Camp) NaNoWriMo teilgenommen hat, wird wissen, dass das Organisationsteam neben den technischen Voraussetzungen stets auch ein kreatives Thema um das Event bereitstellt. Im letzten November war es zum Beispiel das Thema "Astronovelists" (eine Wortneuschöpfung aus "Astronaut" und "Novelist", was soviel wie Schriftsteller bedeutet). Entsprechend fand man auf den T-Shirts und Urkunden Raketen und andere Dinge, die in Verbindung zum Weltraum stehen. In diesem Sommer lautet das Thema "Creatures" - Tierwesen, die das Campleben mitgestalten. Wie ihr dieses Thema für euer Projekt nutzen könnt zeige ich euch in diesem Post.

Wer sind diese Tierwesen überhaupt? Nun, da ist zunächst das "Block Ness Monster" - ein Bewohner des Campsees, der Zweifel ermutigt und generell Schreibblockaden verursacht bzw. befördert. Von ihm solltet ihr euch also unbedingt fernhalten!

Dann ist da der "Guilt Monkey" - ein widerspenstiger Primat der euch an euer kreatives Engagement erinnert. Zwar ist dieser Affe sehr laut, doch er liebt es, zu helfen und tut dies auch, wenn ihr vom ihm genervt wieder mit dem Schreiben anfangt. (Nach dem Besuch des Block Ness Monsters solltet ihr also unbedingt beim Guilt Monkey vorbeischauen, um eure Blockade loszuwerden.)

Es folgt der "Darewolf" - er beobachtet deine Geschichte und ruft zu Mutproben auf. Wage es, einen nicht typischen Handlungsablauf zu wählen. Höre auf sein Geheul! Im Camp kommt es nicht nur darauf an, zu Schreiben, sondern auch darauf, etwas Neues auszuprobieren. Der Darewolf bietet dazu die perfekten Herausforderungen.


Es folgt der "Chore Grizzly" - ein außerordentlich mürrischer Bär und Hüter der To-Do-Listen. Sein Knurren ignoriert ihr am Besten, denn beim Erledigen aller (Haushalts-) Aufgaben, die irgendwie anfallen könnten, bleibt euch vermutlich keine Zeit zum Schreiben.

Unser nächstes Tierwesen ist der "Plot Bunny", der ein wenig an einen Wolpertinger erinnert. Er ist flink und stellt gerne Ideen (und Ablenkungen) bereit. Entsprechend kann er hilfreich sein, wenn er zum Fortschritt der Geschichte beigetragen hat, oder die pure Ablenkung.

Zum Schluss kommt noch der "Storysquatch" - ein schwer fassbares Wesen, dass Inspiration bereit hält. Wenn euch die Ideen ausgehen solltet ihr euch definitiv auf die Jagd nach dem Storysquatch begeben, jedoch haben ihn bis heute nur wenige gesehen. (Meist mitten in der Nacht.) Aber vielleicht gehört ihr ja zu den wenigen Auserwählten!

Diese liebevoll gestalteten Kreaturen sind also in diesem Sommer unsere Camp-Begleiter: Grund genug, um sie mit auf die persönliche NaNo-Reise zu nehmen. In meinem Camp-Essentials Post konntet ihr bereits einen ersten Blick auf den Collegeblock werfen, den ich in diesem Sommer zum Schreiben verwende. Und auf seinem Cover befinden sich die Kreaturen


Schritt 1:  Zunächst braucht ihr die Tierwesen auf Papier. Dazu könnt ihr die Bilder der Kreaturen ausdrucken oder ein dünnes weißes Papier auf euren Bildschirm legen und sie abpausen. Anschließend schneidet ihr sie grob aus und überlegt euch, wie ihr sie am Besten auf eurem Collegeblock-Cover anordnen könnt. Da ich an der unteren Kante inspiriert durch dieses Bild bereits eine Silhouette eingefügt hatte, blieb für die Kreaturen nicht mehr viel Platz.

Schritt 2: In dem ihr die Bildchen als Schablonen nutzt oder stark durchdrückt übertragt ihr die Tier auf das Cover. Anschließend habe ich sie schwarz umrahmt und zum Schluss ein Karomuster über die Figuren gezeichnet.


Schritt 3 war vermutlich am Aufwendigsten. Ich habe für jede Figur eine Farbpalette ausgewählt (die natürlich auch an die offiziellen Bilder angelehnt war) und dann die Karos ausgemalt - immer so, dass die selbe Farbe nicht aneinander grenzt, aber auch so, dass kein einheitliches Muster entsteht sondern die Farben bunt durcheinander wirbeln. Dann nur noch das Cover auf den Block kleben und fertig ist der Lack!


Jetzt bleibt natürlich noch eine Frage offen - zumindest bei den Neugierigen unter euch, denn bestimmt interessiert es den einen oder anderen, wie das Ganze jetzt, ein paar Tage nach Start des Camps, von Innen aussieht? Der Antwort seht ihr hier:



Auf der Innenseite des Covers habe ich mir mit Hilfe der Schablonen außerdem noch einen Tierführer gestaltet, damit ich immer weiß, wie die Kreaturen heißen und für was sie gut (oder schlecht) sind.

Wie steht ihr zu all den Dingen - offline Schreiben, Kunst kreieren und dabei das offizielle Thema mit einbinden? Ich bin gespannt darauf, von euch zu hören! Vielleicht habe ich euch ja jetzt sogar dazu inspiriert eine eigene Version der Camp Kreaturen als Kunst zu entwicklen. Falls dem so ist würde ich mich über Bilder von euren Projekten sehr freuen!

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